Verlangsamte Wirklichkeiten
Reflexionen über meine künstlerische Sprache
Alltägliche Situationen und inspirierende Orte mit besonderer Atmosphäre bilden den Ausgangspunkt meiner künstlerischen Arbeit. Ein Innenhof mit Tischtennisplatte, eine Szene im Café oder eine Oma mit Babuschka-Kopftuch – Erlebtes, Geträumtes oder Erinnertes wird durch den Filter meiner Fantasie in poetische Bildräume verwandelt.
Meine Malerei bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Realität und Traum: Sie fängt flüchtige Momente des urbanen Alltags ein, verbindet sie mit surrealen Elementen und schafft stille Inseln der Ruhe – Orte, an denen eigene Erinnerungen und Geschichten wieder lebendig werden.
Viele meiner Werke vereinen scheinbar widersprüchliche Elemente, die sich überlagern, durchdringen und in neue Bedeutungen transformieren. Surrealistische Mittel wie Metamorphosen oder aus dem Kontext gelöste Szenen erzeugen subtile Irritationen, die zum Nachdenken – und manchmal auch zum Schmunzeln – anregen.
Ein wesentlicher Bestandteil meines Prozesses ist das spielerische Arbeiten mit Zufall und Vorgefundenem: Alte Bücher oder bereits bemalte Leinwände aus Secondhand-Läden treten dabei in einen Dialog mit meinen Ideen. Diese Fundstücke eröffnen eine stille Zwiesprache mit unbekannten Urhebern – ein poetischer Dialog über Zeit und Raum hinweg.
Oft arbeite ich mit transparenter, lasierender Malweise, wodurch ein Eindruck von etwas Flüchtigem und Fließendem entsteht. So halte ich Momente des Auftauchens und Verschwindens fest und fange die fragile Schönheit des vergänglichen Augenblicks ein.
Meine Malerei bewegt sich für mich in einem Spannungsfeld, das Anklänge an die stille Intensität Edward Hoppers, die poetischen Irritationen Magrittes und die präzise Bildsprache Karin Kneffels trägt – und darin finde ich meine eigene Stimme, die der visuellen Überfülle und Beschleunigung unserer Zeit Momente der Verlangsamung und Konzentration entgegensetzt.
So entstehen Bildwelten, die zum Eintauchen einladen und in denen jeder eigene Geschichten und Erinnerungen entdecken kann.

Ausstellungsauswahl
-
Hyene Chevre Pigeon Mille Pattes, POOL, Hamburg
-
Kristina Zerr, Röhrenbunker, Kulturhaus Eppendorf, Hamburg
-
Die Russen kommen, kommst du auch mit?, Projektraum Galerie M, Berlin
-
paper/work – Papier in der Gegenwartskunst, Hamburg
-
Mit transparenten Masken als Türme getarnt, HINTERCONTI, Hamburg
-
E I N E A R T B R U E H free wifi, 8. Salon e.V., Hamburg
-
Ma Terre Ta Mere – Da wo dei Mudder wohnt, Nürnberg
-
das_Ende_die_Botschaft_der_Anfang, Betlehem – Raum für Kunst, Stuttgart
-
Cold Candy Crush Saga, HINTERCONTI, Hamburg
-
Women are like flowers..., Studio 13, Budapest
-
Auftauchen, Kunstverein Hechingen
-
Anonyme Zeichner N.10, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin
-
Butter, Brot und Terpentin, Galerie GEZ, Stuttgart
-
Lange Nacht der Museen – Nachtschicht IV, Stuttgart
Aktuelle Termine folgen.
Kontaktieren Sie mich
